Foto: Manfred Ullrich

Auch wenn ich…

schimpfe tobe, 
den Bleistift lobe,
die Finger verkralle,
Buchstaben lalle,
um den Schreibtisch laufe,
die Haare raufe,
Honigmilch trinke,
den Wespen zuwinke…,
bei all dem Treiben,
ich kann es nicht schreiben,
krieg‘s nicht auf’s Papier,
ich hirnloses Trampeltier,
ich vergreister Tropf,
krieg’s nicht hin im Kopf:
Das unbeschwert heitere Sonntagsgedicht.

© Elisabeth Schilling-Küng

Mit diesem Gedicht entlässt Elisabeth Schilling-Küng die Teilnehmer*innen der Schreibwerkstatt in die Sommerpause. Die neuen Termine für den Herbst findet Ihr aber schon hier auf unserer Homepage.
In der Schreibwerkstatt treffen sich Literaturinteressierte, Poesieliebhaber, Leseratten, auch Menschen, die ihr Alleinsein mit Beobachten, Nachdenken, Aufschreiben ausfüllen. Und allen gemeinsam ist die Freude am Fabulieren und Geschichtenerzählen, am Schreiben haarscharf entlang der Erinnerungen.

Jedes Treffen steht unter einem vorgegebenen Thema. Passend hierzu wird in kürzester Kurzform ein Buch und dessen Verfasser vorgestellt, eine Buchpassage, ab und an auch ein Gedicht vorgelesen. Fester Bestandteil der Schreibwerkstatt-Treffen sind Überlegungen zur deutschen Grammatik, zum Satzbau, zum Sprachklang, zur Etymologie und nicht zuletzt auch zum Multikultideutsch im Alltag. Die reine Schreibzeit liegt zwischen 30 – 40 Minuten. In dieser Zeit entstehen oft lediglich Entwürfe, die dann zuhause weiterentwickelt und ausgearbeitet werden. Am Schluss liest, wer will, die geschriebenen Texte vor und diskutiert darüber. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig.



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Schreibwerkstatt macht Sommerpause

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