
Unsere Azubine Marie war im Oktober und November für zwei Wochen mit ihrer Mitschülerin Joela in Groningen. Dort durfte sie im Rahmen eines Erasmus+ Auslandspraktikums im Forum Groningen mitarbeiten. Bevor es aber Ende Oktober in die Niederlande ging, musste das Praktikum erst einmal organisiert werden.
Ein langer Weg
Schon zu Beginn meiner Ausbildung wusste ich, wenn ich die Möglichkeit habe für ein paar Wochen eine Bibliothek in einem anderen Land kennenzulernen, will ich die Chance auf jeden Fall nutzen. Deshalb meldete ich mich auch gleich nach der ersten Schulveranstaltung zum Thema Erasmus+ bei meiner Lehrerin. Diese wollte natürlich auch gleich wissen, welches Land ich besuchen möchte. Zu diesem Zeitpunkt hatte es mir vor allem Schweden angetan, da die Bibliotheken dort sehr fortschrittlich arbeiten und ich schon die schönen Berichte meiner Vorgängerin Marlene gelesen hatte, welche in Umeå ein Praktikum absolvieren durfte. Für mehrere Wochen alleine ins Ausland zu gehen und dann auch noch so weit weg, erschien mir aber dann doch sehr riskant. Deshalb schnappte ich mir meine Mitbewohnerin und Mitschülerin Joela und überzeugte diese von meinem Vorhaben. Gemeinsam einigten wir uns dann darauf, uns zunächst einmal in den Niederlanden zu bewerben. Da die Niederlanden einerseits nicht zu weit weg sindund die Niederländer sowohl sehr gut Englisch und teilweise auch ein bisschen Deutsch sprechen.
Schwerer als gedacht
Einen Praktikumsplatz in den Niederlanden zu finden, kann ja nicht so schwer sein. Mit dieser Einstellung schickten wir im Februar 2025 zunächst 10 Bewerbungen ab. Nachdem allerdings jede einzelne von ihnen im Sande verlaufen war, senkte sich unsere Hoffnung auf ein Auslandspraktikum. Also musste ein neuer Plan her. Wir entschieden uns also zweigleisig zu fahren und schickten jetzt weitere Bewerbungen an die Niederlande und gleichzeitig auch einige nach Irland. Am Ende waren es dann knapp 30 Bewerbungen. Auf die meisten davon bekamen wir nicht einmal eine Antwort.

© Marie Bonfig
Die Erlösung
Am 24.06.2025 – mitten im Schulblock in München kam dann endlich die erlösende Nachricht: Esmé vom Forum in Groningen schickte uns eine Zusage. Dann ging alles ganz schnell: Wir einigten uns auf einen Zeitraum und füllten sämtliche Anträge und Formulare für das Erasmus+ Stipendium aus, bis wir schließlich die Verträge unterschreiben konnten. Nun stand es also fest. Joela und ich würden vom 27.10.-07.11.2025 im Forum Groningen arbeiten.
Fix alles buchen
Da wir nun nicht mehr alzu viel Zeit hatten, mussten wir uns so schnell wie möglich um eine Unterkunft kümmern. Auch diese Aufgabe erwies sich als schwerer als gedacht. Da wir doch schon etwas spät dran waren, waren die meisten Unterkünfte schon ausgebucht oder sehr teuer. Nachdem wir dann Tagelang sämtliche Plattformen durchsucht hatten, fanden wir schließlich eine Unterkunft, welche bezahlbar und fußläufig zum Forum war. Diese wurde natürlich sofort gebucht, nicht dass noch jemand schneller als wir ist und wir noch einmal suchen müssen. Danach konnten auch endlich die Zugverbindungen gebucht werden.
Jetzt kann entspannt werden! Oder doch nicht?
Die restlichen Wochen vor unserem Praktikum konnten wir uns tatsächlich etwas entspannen. Die Tickets für die Züge und die Unterkunft waren gebucht. Die Verträge unterschrieben und der grobe Ablaufplan des Praktikums war auch schon bei uns angekommen. Das Einzige, was uns jetzt noch Sorgen machte, war unser Gepäck. Da wir für insgesamt drei Wochen in Groningen sein werden (wir haben vor dem Praktikum gleich eine Woche Urlaub in Groningen eingeplant 😊), musste einiges mit und da man im Zug nicht ganz so viel Gepäck transportieren konnte, musste alles in einen Koffer. Das sorgte bei Joela und mir am Tag vor der Abreise noch für einiges an Stress. Da auch noch ein paar Gastgeschenke neben den Klamotten in die Koffer mussten, wurden die Tetris-Künste ausgepackt.
Ob wir am Ende mit unserem ganzen Gepäck sicher in Groningen angekommen sind und wie es uns im Praktikum erging, erfahrt ihr in separaten Blogartikeln.
