Die Frühlingssaison des Literaturcafé steht bevor! Das Literaturcafé ist ein Treffpunkt für alle, die gerne lesen und literarische Inspiration suchen. Die Referentinnen des Literaturcafés – Eva Büttner-Egetemeyer und Isabel Fraas – präsentieren ausgewählte Romane, Erzählungen oder Kurzgeschichten und lesen daraus vor. Die vorherige Lektüre der Bücher ist nicht zwingend, Ziel der Veranstaltung ist das gemeinschaftliche Erleben von Lesen und Literatur. Eintrittskarten sind in der Stadtbücherei im Falkenhaus erhältlich.
Das Programm
Eva Büttner-Egetemeyer liest aus “Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104” von Susanne Abel
Samstag, 14. März 2026
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird ein kleiner Junge ohne Erinnerung an seine Herkunft gefunden, erhält den Namen Hartmut und wächst in einem streng katholischen Heim auf. Dort lernt er die Kriegswaise Margret kennen, die ihn beschützt und mit der er eine enge, lebenslange Bindung eingeht. Gemeinsam versuchen sie, ihre traumatische Vergangenheit zu verdrängen und ein normales Leben aufzubauen. Doch das Schweigen über das Erlebte prägt auch die nachfolgenden Generationen. Erst Margrets Urenkelin Emily beginnt, sich mit der Familiengeschichte auseinanderzusetzen.
Ein aufrüttelnder und eindringlicher Familienroman über den Einfluss unserer Vergangenheit auf unsere Nachkommen.
Isabel Fraas liest aus “Heimat” von Hannah Lühmann
Samstag, 18. April 2026
Als Jana mit ihrer Familie aufs Land zieht, stellt sie schnell fest, dass dort andere Regeln gelten und gerät in den Sog der „Tradwife“-Szene. Hinter der bürgerlichen Fassade lauert ein problematisches, stark rechts geprägtes Weltbild. Besonders Janas charismatische Nachbarin Karolin verkörpert dieses Denken, indem sie sich bewusst der Rolle als Hausfrau und Mutter verschreibt. Als sogenannte „Tradwife“ vertritt Karolin ultrakonservative Werte, die im direkten Gegensatz zu Janas Überzeugungen stehen. Trotz innerer Abwehr fühlt sich Jana zunehmend von Karolins Lebensstil irritierend angezogen.
Ein hochaktueller Roman.
Isabel Fraas liest aus “Meine Mutter” von Bettina Flitner
Samstag, 7. Mai 2026 im Dauthendey-Saal

Als Bettina Flitner für eine Lesung aus ihrem Buch „Meine Schwester“ nach Celle zurückkehrt, wird sie mit lang verdrängten Fragen zur Vergangenheit ihrer Mutter konfrontiert. Diese Fragen betreffen ein großes persönliches Unglück und eine weit zurückliegende Familienkatastrophe. Flitner begibt sich daraufhin auf eine Reise nach Wölfelsgrund im ehemaligen Niederschlesien, dem heutigen Międzygórze. Dort hatten ihre Vorfahren bis zur Flucht 1946 ein Sanatorium betrieben.
Aus Reiseeindrücken, Familiendokumenten und Erinnerungen entsteht ein bewegender Familienroman, der zugleich eine späte Versöhnung mit Flitners Mutter darstellt und die Kraft des Erinnerns demonstriert.
Gut zu wissen
Der Eintritt kostet 5 Euro (inkl. Kaffee oder Tee). Der Kartenvorverkauf findet in der Stadtbücherei im Falkenhaus an der Willkommen-Theke im Erdgeschoss statt. Die Eintrittskarten können per ePayment über Ihr Büchereikonto auch online bezahlt werden. Kartenreservierung unter: Telefon 0931 – 37 24 44 oder stadtbuecherei@stadt.wuerzburg.de.
Der Einlass beginnt ab 15:30 Uhr. Die Veranstaltungen dauern jeweils von 16:00 bis 17:30 Uhr.
Wir freuen uns auf euch!
