In der Bibliothek der Dinge haben wir viele praktische Dinge, die man vielleicht mal ausprobieren will, oder die man vor einer Anschaffung antesten möchte, die man sehr selten braucht oder die einfach nur Spaß machen. In dieser Reihe stellen wir jeweils eines der BibDinger mal ausführlicher vor.

Das Theremin war lange das einzige Musikinstrument, welches berührungsfrei gespielt wird. Gleichzeitig gilt es als ältestes elektronisches Musikinstrument der Welt. Erfunden wurde es 1920 von dem Russen Lew Termen, von dem es auch den Namen hat. Robert Moog entwickelte das Instrument später weiter und entwickelte daraus die Synthesizer.
Die Spielweise basiert auf einem elektromagnetischem Feld, in dem sich die Musizierenden „bewegen“ und dadurch Tonhöhe und Lauststärke verändern können. Bevor man anfängt muss das Gerät daher auch auf den eigenen Körper und die Bewegungsreichweite „kallibrieren“. Das elektromagnetische Feld ist für die Musizierenden ungefährlich. Man hat sofort „Ergebnisse“. Um das Instrument aber wirklich gut spielen zu können, braucht es aber Übung.
Die Töne gehen nahtlos ineinander über, daher klingt es auch manchmal sehr außerirdisch, bzw. hat das Instrument genau unsere Assoziation von außerirdischem Klang geprägt. Denn seit den Anfängen war der Klang so außergewöhnlich, dass man es oft für die Vertonung von Science Fiction Hörspielen oder Filmen nutzte. Das bekannteste Stück, welches mit einem Theremin gespielt wurde ist die Titelmelodie von Star Trek.
Wer es mal ausprobieren will, kann sich gerne die moderne kleine Version in der Bibliothek der Dinge am Hubland oder im Falkenhaus ausleihen.

